Torta Pasqualina – Genuesische Ostertorte

Torta Pasqualina – Genuesische Ostertorte

Die beliebte Oster-Spezialität aus der schönen norditalienischen Stadt Genua besticht durch frischen Mangold sowie jungen Blattspinat. Zusammen mit Ricotta, Parmesan und Eiern wird das Gemüse im Blätterteig gebacken und lauwarm auf der Oster-Tafel serviert.

Wie jedes Jahr an Ostern, wenn die Schwiegereltern aus Genua zu Besuch kommen, werden meine Frau und ich wahrscheinlich auch dieses Jahr wieder mit einer frisch gebackenen Torta Pasqualina beglückt.

Wir konnten allerdings schon gar nicht mehr darauf warten und haben selber eine gebacken, auch um euch meinen lieben Lesern diese vorzügliche Oster-Speise näher zu bringen. Zur Herstellung werden nicht viele Zutaten verwendet. Lediglich Spinat, Mangold, Ricotta, Parmesan und Eier um die Hauptzutaten zu benennen.

Statt frischen Spinat zu verwenden, kann man natürlich auch auf TK-Spinat zurückgreifen. Wobei dieser allerdings von der Textur nicht so fein ist wie der junge Spinat frisch vom Marktstand. Mangold hingegen sollte man frisch verarbeiten, wobei ich diesen auch noch gar nicht tiefgekühlt gesehen habe.

 

Nach dem Originalrezept wird eigentlich kein fertiger Blätterteig verwendet, sondern mehrere Schichten dünnen Teig mit Butter bepinselt und übereinander gelegt. Um Zeit und Aufwand zu sparen kann man aber getrost zum Fertigprodukt aus dem Kühlregal greifen.

 

Kleiner Tipp für die Zubereitung: Wann man die Löcher in die geschlossene Torte stechen muss, sollte man darauf achten, dass die Eidotter nicht verletzt werden. Zwar ändert sich dabei nichts am Geschmack, aber es sieht fertig gebacken einfach besser aus, wenn das Eigelb intakt ist. Um sicherzugehen, dass man das Ei nicht trifft, sollte man sich am Teigrand Markierungen machen und die Eier am besten gleichmäßig in jedem Drittel der Torta verteilen.

Gutes Gelingen und vorab schon mal frohe Ostern!


Torta Pasqualina – Genuesische Ostertorte

Vorbereitung:
Kochen:
Gesamt:
Portionen: 8
Schwierigkeit: Mittel
Art: Hauptgericht

Zutaten:

  • 2 Rollen Blätterteig, aus dem Kühlregal
  • 200g junger Blattspinat
  • 1 Staude Mangold
  • 250g Ricotta
  • 50ml Milch
  • 4 Eier
  • 40g Parmesan, gerieben
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 10g Butter
  • 3 Zweige Majoran, Blätter gepflückt
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz Pfeffer
  • Zubereitung:

    1. Spinat putzen und Waschen. Die Mangold-Blätter in Stücke schneiden und dabei das Weiße aussparen. Beides in einen großen Topf geben, etwa 1l Wasser und reichlich Salz hinzugeben und aufkochen. Die Blätter ca. 2 Minuten blanchieren. Anschließend in eine Schüssel mit Eiswasser geben. Die Blätter in ein sauberes Geschirrtuch geben und gut ausdrücken. Im Anschluss mit einem Messer fein hacken.
    2. In einer kleinen Schüssel die Semmelbrösel mit der Milch vermengen. In einer größeren Schüssel, ein Ei mit 1-2 EL Parmesan leicht aufschlagen. Nun zuerst die eingeweichten Semmelbrösel und dann den Ricotta unterrühren. Zum Schluss die fein gehackten Spinal- und Mangold-Blätter sowie den Majoran unterheben. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
    3. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine Rolle Blätterteig mit dem Backpapier nach unten in eine 24cm Tarteform mit Hebeboden geben. Überstehenden Teig abschneiden, sodass dieser nur noch etwa 1-2cm über die Form hinaus steht. Die zubereitete Füllmasse in die Form geben und glatt streichen. Mit einer Löffelrückseite drei gleichmäßig verteilte Löcher in die Masse drücken und darin jeweils ein aufgeschlagenes Ei füllen. Das Ei mit Salz und Pfeffer würzen, den restlichen Parmesan darauf verteilen und die Butter in Flocken darauf verteilen. Mit der zweiten Rolle Blätterteig die Torta verschließen und die Ränder wie bei der ersten Rolle entsprechend kürzen. Die Teigränder nun miteinander verbinden, indem man sie zusammen drückt und nach innen rollt. Die Torta nun mit einem Zahnstocher vorsichtig einstechen. Dabei aufpassen, dass man den Eidotter nicht verletzt. Die Oberfläche mit Olivenöl bepinseln.
    4. Die Torta nun für 50 Minuten im Ofen backen bis die Oberfläche leicht aufgegangen ist und der Teig goldbraun ist. Danach aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen. Die Torta kann kalt serviert werden, wird aber gewöhnlich lauwarm gegessen.


    1 Kommentar zu “Torta Pasqualina – Genuesische Ostertorte

    1. Was für ein wundervolles Rezept!
      Mehrmals im Jahr zieht es uns auch nach Ligurien und Genua liebe ich sehr.
      Wir gastieren dann immer in der Nähe von Imperia und die Torta Pasqualina ist ein Muss bei jedem Ostermenü.
      Schön, dass ich jetzt auch ein Rezept für zu Hause habe.
      Alles Liebe und schöne Feiertage
      Melli

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